Grundsätzlich kann eine Behandlung mit Isopropanol, einem leicht brennbaren und alkoholischem Lösemittel, einen Holzwurmbefall mindern oder den kleinen Plagegeister sogar vollständig
den Garaus machen.
Und ja, natürlich gibt es auch hier wieder Einschränkungen.
Bei einer Materialstärke von mehr als 25 mm ist ein vollständiges durchdringen des „Kampfmittels“ sehr unwahrscheinlich und wird allerhöchstens für einen recht üblen Kater bei den Larven sorgen.
Die lange Einwirkzeit von zwei bis drei Tagen wird aller Voraussicht nach das Holz angreifen. Besonders problematisch sind hier oberflächenbehandelte Hölzer, seien sie nun geölt oder lackiert, aber auch Hölzer mit einer schönen, über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte, gereiften Patina werden unter dieser Behandlung vermutlich leiden.
Der Vollständigkeit halber: Sollte Sie dennoch diese Form der Holzwurmbekämpfung in Betracht ziehen, schützen Sie bitte Augen und Schleimhäute, sorgen Sie für eine ausreichende Lüftung und halten Sie Kinder und Haustiere fern. Feuer oder offenes Licht sollten Sie selbstredend ebenfalls vermeiden.
Aufgrund der erhöhten Feuergefahr sowie den möglicherweise vorhanden Ausflugslöchern der Holzwürmer, führen Sie Behandlung und Lagerung bitte nur im Freien durch! Ein entstehendes Feuer lässt sich nur noch schwer löschen und würde im Fall nicht nur Holzwurm und Werkstück verzehren.
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