Diese Methode entspricht in groben Zügen dem von uns eingesetzten Verfahren der Holzwurmbekämpfung. Die gravierendsten Unterschiede zwischen den heimischen Öfen und der von uns verwendeten Wärmekammer ist die kontrollierte, langsame Erwärmung der Möbel bzw. Kleinteile. Hierbei wird neben Raumtemperatur, Kerntemperatur auch Luftfeuchtigkeit sowie Holzfeuchte überwacht. Der leistungsstarke Analysecomputer passt während der mehrere Stunden währenden Erwärmungsphase permanent Luftfeuchtigkeit und Wärme perfekt an die befallen Preziosen an.
Nach Abschluss der Erwärmungsphase hält die Wärmekammer über mehrere Stunden konstant die optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit um dann in der dritten Phase die wertvollen Möbel langsam und kontrolliert wieder abzukühlen.
Ein Backofen kann naturgemäß diese Phasen weder nachbilden noch die Luftfeuchtigkeit bzw. Holzfeuchte überwachen. So kann eine Holzwurmbekämpfung im heimischen Ofen zwar letztendlich die gefräßigen Larven zu Strecke bringen aber, im schlimmsten Fall, auch ihre Preziosen.
Eigene Versuche in einem Konvektomaten zeigten sogar eine weitergehende zerstörende Wirkung der unkontrollierten Wärme- und Feuchtigkeitszufuhr. Der entstehende Druck sowie die zu hohe Luftfeuchtigkeit konnten alte und wertvolle Oberflächen nachhaltig zerstören und das Holz sogar partiell aufquellen lassen.
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